Wohnungsräumung und Wohnungsauflösung: der Ablauf in sechs Schritten
Eine Wohnungsräumung kommt selten gelegen. Meist steht ein Termin fest, und dazwischen liegen Erinnerungen, Entscheidungen und viel Material. So läuft der Weg von der ersten Besichtigung bis zur Übergabe ab – und das können Sie vorbereiten.
1. Besichtigung: gemeinsam durchgehen
Am Anfang steht ein Rundgang vor Ort. Wir schauen jeden Raum an, auch Keller, Estrich und Garage, und klären drei Dinge: Was bleibt bei Ihnen, was ist noch brauchbar, was muss fachgerecht entsorgt werden. Dazu kommen die praktischen Fragen: Wo ist der Zugang, gibt es einen Lift, wo darf der Transporter stehen, bis wann muss die Wohnung leer sein.
2. Offerte: was den Aufwand bestimmt
Nach der Besichtigung erhalten Sie eine Offerte für genau die besprochenen Arbeiten. Der Aufwand hängt vor allem von vier Punkten ab: Menge und Art des Materials, Zugang (Stockwerk, Lift, Parkplatz), Entsorgungswege (Sperrgut, Elektrogeräte, Sonderabfall) und dem Zeitfenster. Gut erhaltene Möbel rechnen wir an. Was inbegriffen ist, steht in der Offerte – Nachfragen sind ausdrücklich erwünscht.
3. Sortieren: jedes Stück nimmt einen von drei Wegen
Beim Räumen bleibt etwas bei Ihnen und wird geschützt transportiert, wird angerechnet oder weitergegeben, oder es wird rezykliert und fachgerecht entsorgt. Sie müssen vorher nichts vorsortieren. Hilfreich ist nur, wenn Sie Dinge, die auf jeden Fall bleiben sollen, sichtbar markieren.
4. Der Räumungstag
Wir schützen Wege und Treppenhaus, tragen aus, laden ein und trennen das Material bereits beim Verladen. Sie müssen nicht dabei sein – ein Schlüssel und eine erreichbare Telefonnummer genügen. Bei grösseren Objekten planen wir mehrere Tage ein.
5. Entsorgung und Recycling
Karton, Metall, Holz, Elektrogeräte, Sperrgut und Gartenabfälle gehen getrennt an die passenden Stellen. Sonderabfälle wie Farben, Lösungsmittel oder Batterien gehören in die dafür vorgesehenen Sammelstellen. So bleibt am Ende weniger Abfall übrig, als es am Anfang aussieht.
6. Übergabe: besenrein oder mit Endreinigung
Zum Schluss kontrollieren wir gemeinsam, ob alles wie besprochen erledigt ist. Besenrein heisst: leer und grob gereinigt. Wenn die Verwaltung eine gereinigte Wohnung erwartet, übernehmen wir auf Wunsch die Endreinigung. Mehr dazu im Ratgeber Besenrein übergeben.
Checkliste für Angehörige
- Wichtige Dokumente, Fotos und persönliche Gegenstände zuerst sichern.
- Übergabetermin und Anforderungen der Verwaltung klären: besenrein oder gereinigt.
- Schlüssel, Zugang und Parkmöglichkeit für den Räumungstag organisieren.
- Abonnemente, Versicherungen und Nachsendeauftrag regeln.
- Dinge markieren, die auf jeden Fall bleiben sollen.
Häufige Fragen zur Wohnungsauflösung
Wie lange dauert eine Wohnungsauflösung?
Das hängt von Grösse und Menge ab. Eine Wohnung mit wenigen Zimmern ist oft an einem Tag geräumt, ein volles Haus braucht mehrere Tage. Beim Rundgang sagen wir Ihnen, womit Sie rechnen können.
Muss ich beim Räumen dabei sein?
Nein. Ein Schlüssel und eine erreichbare Telefonnummer genügen. Zur Übergabe sind Sie gern dabei.
Was passiert mit Möbeln, die noch gut sind?
Wir rechnen sie an die Offerte an oder geben sie weiter. Entsorgt wird nur, was nicht mehr brauchbar ist.
